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Wenn du kaum vom Klo kommst

Wenn es beim Toilettengang brennt, der Unterbauch krampft und du gefühlt ständig zur Toilette musst, dreht sich plötzlich alles nur noch um deine Blase. Blasenentzündungen sind für viele Frauen ein wiederkehrendes Thema – unangenehm, kräftezehrend und oft hartnäckig. Doch dein Körper ist kein hilfloses Opfer. Die Natur hält Pflanzen bereit, die dich dabei unterstützen können, deine Harnwege im Gleichgewicht zu halten.

Warum die Blase so empfindlich reagieren kann

Die Blase ist ein Sammelbecken für Harn – und manchmal auch für Bakterien. Besonders im weiblichen Körper haben es Keime leichter. Das liegt an der Anatomie: Die Harnröhre ist bei Frauen deutlich kürzer als bei Männern. Durch die Nähe zum After können Darmbakterien schneller dorthin gelangen, wo sie nicht hingehören. In der Blase vermehren sie sich und sorgen für typische Beschwerden wie Brennen beim Wasserlassen, Krämpfe im Unterbauch und ständigen Harndrang.

Eine akute Blasenentzündung, auch Zystitis genannt, ist schmerzhaft und belastend. Und sie ist nichts, was man einfach aussitzen sollte. Wird sie nicht vollständig auskuriert, kann sie zurückkehren. Treten innerhalb von sechs Monaten zwei oder mehr Harnwegsinfektionen auf, spricht man von einer rezidivierenden Blasenentzündung. Manchmal entwickelt sich daraus eine Reizblase mit starkem, kaum kontrollierbarem Harndrang. Der Übergang ist oft fließend.

Durchspülen – deinem Körper helfen, sich selbst zu helfen

Damit Blasenprobleme nicht deinen Alltag bestimmen, spielt ein einfacher, aber wirkungsvoller Impuls eine große Rolle: ausreichend trinken. Etwa zwei Liter am Tag unterstützen deinen Körper dabei, die Harnwege gut zu durchspülen.

Zusätzlich können bestimmte Arzneipflanzen dich begleiten. Sogenannte Aquaretika regen die Harnausscheidung an und helfen dem Körper dabei, Keime auf natürlichem Weg auszuschwemmen, bevor sie sich in der Blasenschleimhaut festsetzen. Im Unterschied zu synthetischen Präparaten bleibt der Elektrolythaushalt dabei im Gleichgewicht, wichtige Mineralstoffe werden nicht ausgeschwemmt. Solche Heilkräuter werden traditionell zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen eingesetzt, ebenso bei einer Reizblase oder zur Unterstützung bei Blasen- und Nierensteinen. Darüber hinaus bringen sie weitere positive Eigenschaften mit.

Birke – der „Nierenbaum“

Die Birke, botanisch Betula pendula, wurde früher nicht ohne Grund „Nierenbaum“ genannt. Ihre Blätter enthalten wertvolle Pflanzenstoffe und werden traditionell für ihre harntreibenden, nierenanregenden und entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt. Sie entwässern sanft, ohne das Nierengewebe zu reizen.

Birkenblättertee oder Frischpflanzenpresssaft werden gerne im Rahmen einer Kur eingesetzt. Sie stehen sinnbildlich für Neubeginn und Lebenskraft. Mit ihrer stoffwechselanregenden Art unterstützen sie den Körper dabei, unerwünschte Stoffe auszuscheiden. Davon profitieren nicht nur Blase und Nieren, sondern auch die Haut – unser größtes Ausscheidungsorgan.

Echte Goldrute – doppelte Pflanzenkraft

Die Echte Goldrute, Solidago virgaurea, gilt als „Nierenpflanze Nummer eins“. Sie wird traditionell sowohl wegen ihrer durchspülenden als auch wegen ihrer antibakteriellen und krampflösenden Eigenschaften geschätzt. Zum einen regt sie die Wasserausscheidung an und hilft dabei, Krankheitserreger aus den Harnwegen zu spülen. Zum anderen wird sie eingesetzt, um entzündliche Prozesse in der Blase zu begleiten und das Immunsystem zu unterstützen.

Viele empfinden sie deshalb als bewährte Pflanze – sowohl bei akuten Beschwerden als auch zur Vorbeugung wiederkehrender Harnwegsinfektionen. Das leuchtend gelb blühende Kraut steht sinnbildlich für Schutz und innere Stärke.

Katzenbart – auch als Javatee bekannt

Orthosiphon aristatus, besser bekannt als Katzenbart, verdankt seinen Namen den langen Staubblättern, die an Schnurrhaare erinnern. Die Pflanze stammt aus den Tropen und ist hierzulande auch als Javatee bekannt.

Katzenbartblätter werden traditionell eingesetzt, um die Harnbildung anzuregen und so Blase und Nieren zu durchspülen. Als pflanzliches Aquaretikum haben sie sich bei bakteriellen und entzündlichen Blasenbeschwerden bewährt. Häufig wird Orthosiphon mit anderen durchspülenden Pflanzen kombiniert.

Schachtelhalm – ein Urgestein unter den Heilpflanzen

Equisetum arvense, der Schachtelhalm, ist eines der ältesten Gewächse der Erde – ein echter Dinosaurier unter den Heilpflanzen. Schon zu Urzeiten überwucherten Schachtelhalmwälder ganze Landschaften. Auch Sebastian Kneipp empfahl ihn bei unterschiedlichen Beschwerden, darunter rheumatische Probleme und Blasenleiden.

Schachtelhalmkraut wird traditionell genutzt, um die Harnmenge zu erhöhen und Keime aus der Blase auszuspülen. Zudem wird es bei Nierengrieß eingesetzt und zur Unterstützung bei der Vorbeugung von Steinbildung. Sein hoher Anteil an Kieselsäure ist außerdem bekannt dafür, den Hautstoffwechsel anzuregen und das Bindegewebe zu stärken.

Eine Durchspültherapie sollte nicht bei Ödemen infolge eingeschränkter Herz- und Nierentätigkeit durchgeführt werden.

Jetzt bist du dran! Blasenbeschwerden können den Alltag ganz schön aus dem Gleichgewicht bringen. Welche Erfahrungen hast du mit pflanzlicher Unterstützung für deine Harnwege gemacht, und was hilft dir, gut für dich zu sorgen? Teile deine Gedanken auf Social Media unter #Best2yuCommunity und tausche dich mit anderen aus.

Heilpflanzen begleiten uns durch viele Beschwerden – ob bei Erkältungssymptomen oder wenn du nach natürlicher Unterstützung suchst. Auch der Meerrettich gehört zu den kräftigen Pflanzenhelfern: Was steckt wirklich in der Power-Wurzel?

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