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Wenn dir alles zu viel wird

Manchmal kommt das Leben anders als geplant. Eine Operation, eine belastende Behandlung oder eine Zeit in der Reha – und plötzlich sind selbst alltägliche Dinge wie Kochen, Waschen oder Einkaufen zu viel. Genau in solchen Momenten darfst du Unterstützung annehmen. Denn wenn du aus gesundheitlichen Gründen deinen Haushalt vorübergehend nicht allein schaffst, hast du unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Hilfe.

Wann du Anspruch auf eine Haushaltshilfe hast

Putzen, kochen, einkaufen, Wäsche waschen oder die Kinder in die Kita bringen – all das gehört zum Alltag. Doch wenn du medizinisch bedingt, akut oder zeitlich begrenzt ausfällst, kann eine Haushaltshilfe eine echte Entlastung sein. Gesetzlich Versicherte können in solchen Situationen bei ihrer Krankenkasse eine Haushaltshilfe beantragen.

Das ist zum Beispiel möglich nach einer größeren Operation, bei einer Verschlimmerung einer Erkrankung, während stark belastender Behandlungen wie einer Chemotherapie, bei einer Risikoschwangerschaft oder auch im Anschluss an eine Reha. Wichtig ist, dass die Gründe gesundheitlich bedingt sind. Damit die Unterstützung rechtzeitig starten kann und alles möglichst reibungslos läuft, lohnt es sich, frühzeitig aktiv zu werden.

Warte nicht zu lange

Du musst nicht erst warten, bis dir alles über den Kopf wächst. Wenn absehbar ist, dass du Hilfe brauchen wirst – etwa vor einer planbaren Operation oder einem längeren Reha-Aufenthalt – sprich rechtzeitig mit deinem behandelnden Arzt. Er stellt eine Notwendigkeitsbescheinigung aus. Diese reichst du zusammen mit dem Antrag bei deiner Krankenkasse ein.

Steht ein Krankenhausaufenthalt an, sollte im Rahmen des Entlass-Managements auch eine Haushaltshilfe berücksichtigt werden. Kläre besondere Bedürfnisse, zum Beispiel wenn es um Kinderbetreuung geht, möglichst früh mit deiner Kasse. In vielen Fällen kannst du den Antrag auch einfach online über die Website deiner Krankenkasse stellen.

Was eine Haushaltshilfe übernimmt – und was nicht

Eine Haushaltshilfe unterstützt dich bei typischen Aufgaben im Alltag: kochen, einkaufen, putzen, waschen und bügeln. Auch die Betreuung von Kindern oder die Pflege eines Säuglings kann dazugehören. Gerade bei einer Risikoschwangerschaft, wenn Schonung wichtig ist, kann das eine große Entlastung sein.

Nicht zu den Aufgaben zählen hingegen Gartenarbeiten, die Betreuung von Tieren, umfassende Grundreinigungen oder Entrümpelungen. Auch pflegerische Maßnahmen gehören nicht dazu – diese werden über die Pflegekasse geregelt. In manchen Fällen begleiten Haushaltshilfen auch zu Arztterminen oder Behördengängen. Das wird jedoch individuell mit der Krankenkasse abgestimmt.

Wie du die passende Unterstützung findest

Tägliche Hilfe im eigenen Zuhause ist nicht nur eine organisatorische, sondern auch eine persönliche Frage. Gerade wenn Kinder betreut werden, spielt Vertrauen eine große Rolle. Deine Krankenkasse unterstützt dich bei der Suche. Sie vermittelt Anbieter wie Wohlfahrtsverbände oder örtliche Sozialstationen und schließt in der Regel auch die Verträge ab. Manche Kassen arbeiten zudem mit festen Anbietern zusammen.

Auch Angehörige oder Freunde können als Haushaltshilfe einspringen. Dafür zahlt die Kasse meist einen Stundensatz oder eine finanzielle Entschädigung, etwa wenn jemand unbezahlten Urlaub nimmt und dadurch Verdienstausfall hat. Die genauen Regelungen unterscheiden sich jedoch je nach Krankenkasse.

Wichtig zu wissen: Häufig rechnet die Kasse direkt mit dir ab, und du kümmerst dich um alles Weitere. Das kann mit zusätzlichem organisatorischem Aufwand verbunden sein. Verbraucherzentralen raten deshalb im Zweifel dazu, eine Haushaltshilfe zu wählen, die direkt mit der Kasse abrechnet und einen entsprechenden Vertrag hat.

Wie lange du Unterstützung bekommst

In der Regel bewilligt die Krankenkasse eine Haushaltshilfe für bis zu vier Wochen. Grundlage sind dabei Acht-Stunden-Tage. Leben Kinder unter zwölf Jahren oder behinderte Kinder in deinem Haushalt, kann die Unterstützung in Ausnahmefällen auf bis zu 26 Wochen verlängert werden.

Welche Kosten auf dich zukommen

Wie bei Medikamenten oder einem Kuraufenthalt ist auch hier eine Zuzahlung vorgesehen. Sie liegt zwischen fünf und zehn Euro pro Tag. Während Schwangerschaft und Entbindung entfällt diese Zuzahlung. Auch wer von Zuzahlungen befreit ist, muss nichts zusätzlich zahlen.

Sonderfall: Wenn ein Pflegegrad vorliegt

Du bist nicht akut erkrankt, hast aber einen Pflegegrad und brauchst zusätzlich Unterstützung im Haushalt? Dann gibt es ebenfalls Möglichkeiten zur Finanzierung. Mit Pflegegrad eins kannst du den dir zustehenden Entlastungsbeitrag in Höhe von derzeit 131 Euro pro Monat dafür einsetzen. Ab Pflegegrad zwei besteht zudem die Möglichkeit, das Budget für Verhinderungs- oder Kurzzeitpflege für eine Haushaltshilfe zu nutzen.

Jetzt bist du dran! Hast du schon einmal Unterstützung im Haushalt in Anspruch genommen oder darüber nachgedacht, dir Hilfe zu holen? Teile deine Erfahrungen und Gedanken auf Social Media unter #Best2yuCommunity und lass andere an deinem Weg teilhaben.

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