Ein Nachmittag im Freibad, Gartenarbeit in der Mittagshitze oder ein langer Stadtbummel in der Sonne – und plötzlich dreht sich alles. Sonnenstich, Hitzeerschöpfung und Hitzschlag klingen ähnlich, meinen aber sehr unterschiedliche Zustände. Kennst du die Warnzeichen – und weißt du, wann du sofort handeln musst?
Sonnenbrand: Die Haut schlägt Alarm
Ein Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion deiner Haut auf zu viel UV-Strahlung. Sie rötet sich, brennt oder bildet Blasen. Sonnenbrand ist schmerzhaft – aber in der Regel kein Notfall. Kühlen, feuchtigkeitsspendende Pflege und viel Trinken helfen. Aber: Wiederholte Sonnenbrände erhöhen das Hautkrebsrisiko langfristig deutlich.
Sonnenstich: Wenn der Kopf zu viel abbekommt
Ein Sonnenstich entsteht durch direkte Sonneneinstrahlung auf den unbedeckten Kopf. Die Hirnhäute entzünden sich, was zu Kopfschmerzen, Nackenstarre, Schwindel und Übelkeit führt. Die Körpertemperatur bleibt beim Sonnenstich meist normal. Betroffene sollten sofort in den Schatten, den Kopf erhöht lagern und langsam kühle Flüssigkeit trinken. Kinder und ältere Menschen sind besonders gefährdet.
Hitzeerschöpfung: Wenn der Kreislauf streikt
Wer sich lange in Hitze aufhält und dabei zu wenig trinkt, kann eine Hitzeerschöpfung bekommen. Typische Zeichen: blasse Haut, starkes Schwitzen, Schwäche, Schwindel und niedriger Blutdruck. Die Körpertemperatur liegt meist unter 40 Grad. Sofort in den Schatten, hinlegen, Beine hochlagern und viel Wasser trinken. Hört die Schwäche nicht auf oder wird es schlimmer, sofort den Notruf rufen.
Hitzschlag: Ein echter Notfall
Der Hitzschlag ist lebensbedrohlich und erfordert sofortiges Handeln. Die Körpertemperatur steigt auf über 40 Grad, das Schwitzen hört auf – der Körper kann sich nicht mehr selbst kühlen. Betroffene wirken verwirrt, haben eine heiße, rote Haut und können das Bewusstsein verlieren. Sofort Notruf wählen, in den Schatten bringen, kühlen – nasse Tücher auf Hals, Achseln und Leisten – und bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage.
So schützt du dich richtig
Die einfachste Regel: Meide die pralle Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr. Trag eine Kopfbedeckung, trink regelmäßig und nutze einen Sonnenschutz mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor. Gerade für Kinder und ältere Menschen ist ausreichend Flüssigkeit besonders wichtig – sie bemerken Durst oft erst, wenn der Körper schon beginnt, Alarm zu schlagen.
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