Kaum kommt der Sommer, kommen auch die roten, juckenden Flecken – und die Frage: Hilft Calcium wirklich gegen Sonnenallergie? Ein Apotheker klärt auf.
Was ist eine Sonnenallergie?
Die häufigste Form ist die polymorphe Lichtdermatose: Rötungen, Bläschen und Juckreiz auf sonnenexponierten Hautstellen, die nach dem ersten intensiven Sonnenkontakt auftreten. Betroffen sind vor allem Menschen, deren Haut den Winter über nicht an UV-Strahlung gewöhnt war. Die Reaktion klingt oft nach einigen Tagen ab – auch wenn man weiterhin in der Sonne ist.
Hilft Calcium wirklich?
Die Idee hinter Calcium: Es soll die Zellmembranen stabilisieren und Entzündungsreaktionen dämpfen. Wissenschaftlich eindeutig belegt ist das für die Sonnenallergie nicht. Viele Betroffene berichten trotzdem von positiven Erfahrungen. Der Effekt ist nicht zu verleugnen – ob er pharmakologisch oder durch Placebo-Mechanismen zustande kommt, ist nicht eindeutig geklärt.
Was wirklich hilft
Am wirksamsten ist die schrittweise Gewöhnung der Haut an UV-Licht im Frühjahr. Wer früh mit kurzen Sonnenbädern beginnt, kann die Reaktion oft deutlich abschwächen. Hoher Sonnenschutz (LSF 50+), bedeckende Kleidung und die Vermeidung der Mittagssonne reduzieren Auslöser. Bei starken Reaktionen helfen Antihistaminika und bei Entzündungen topische Kortikosteroide – nach ärztlicher Rücksprache.
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