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Sicher zuhause: So senkst du dein Sturzrisiko wirklich

Stürze gehören zu den häufigsten Unfallursachen im Alter – und die meisten passieren nicht auf der Straße, sondern zuhause. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich das Risiko deutlich senken.

Warum Stürze im Alter so gefährlich sein können

Fast jeder Vierte über 65 stürzt mindestens einmal im Jahr, bei den über 80-Jährigen sind es deutlich mehr. Die Folgen sind oft harmlos – aber nicht immer. Ein Knochenbruch, besonders am Oberschenkelhals, kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Betroffene dauerhaft auf Unterstützung angewiesen sind. Was paradox klingt: Wer aus Angst vor Stürzen weniger aktiv ist, erhöht damit sein Risiko. Denn mangelnde Bewegung lässt Muskeln schwinden und den Gleichgewichtssinn verkümmern.

Bewegung als wichtigste Schutzmaßnahme

Regelmäßiges Bewegen hält Muskeln stark und schult das Gleichgewicht. Das muss nicht aufwendig sein: Tägliche Spaziergänge, Tai Chi oder ein Tanztreff in der Nähe sind nachweislich wirksam. Wer strukturierter vorgehen möchte, kann an speziellen Gleichgewichtskursen teilnehmen, die viele Sportvereine und Volkshochschulen anbieten. Wichtig ist die Regelmäßigkeit – kurze tägliche Einheiten bringen mehr als gelegentliche intensive Trainings.

Stolperfallen zuhause beseitigen

Viele Stürze lassen sich verhindern, indem man das Zuhause gezielt sicherer gestaltet. Dazu gehört: lose Teppiche befestigen oder ganz entfernen, ausreichend helle Beleuchtung in Fluren, Treppen und Badezimmer installieren, Haltegriffe neben Dusche, Badewanne und WC anbringen. Außerdem hilft es, häufig genutzte Gegenstände in greifbarer Höhe zu lagern, um Bücken und Strecken zu reduzieren.

Medizinische Vorsorge nicht vergessen

Manchmal stecken körperliche Ursachen hinter Stürzen, die behandelbar sind: Sehprobleme, Blutdruckschwankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder Erkrankungen wie Parkinson können das Gleichgewicht beeinträchtigen. Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle – besonders der Sehkraft und der aktuellen Medikamentenliste – ist deshalb sinnvoll.

Klein anfangen, konsequent bleiben

Sturzprävention muss keine große Sache sein. Ein aufgeräumter Flur, ein regelmäßiger Spaziergang, ein Haltegriff im Bad – das sind kleine Schritte mit echter Wirkung. Wer konsequent bleibt, wird merken: mehr Sicherheit bedeutet auch mehr Freiheit und Selbstständigkeit im Alltag.

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