Kaum beginnt die Fahrt, dreht sich der Magen um — dabei wartet draußen schon das lang ersehnte Urlaubsziel. Reiseübelkeit macht einem Drittel der Reisenden das Leben schwer. Die gute Nachricht: Du musst nicht zu Tabletten greifen, wenn du lieber auf natürliche Wege setzt.
Ingwer: Der Klassiker gegen Übelkeit auf Reisen
Ingwer ist das am besten untersuchte Naturmittel gegen Reisekrankheit. Die Scharfstoffe — sogenannte Gingerole — beruhigen den Magen und reduzieren nachweislich den Brechreiz. Trinke einige Tage vor Reiseantritt täglich frisch aufgebrühten Ingwertee und nimm eine Thermoskanne für unterwegs mit. Etwa 30 Minuten vor der Abfahrt helfen Ingwerkapseln oder Ingwer-Reisetabletten besonders gut.
Pfefferminze: Entkrampfend und belebend
Wer Ingwer zu scharf findet, ist mit Pfefferminze gut beraten. Das Menthol darin entkrampft Magen und Darm, wirkt belebend und stabilisiert den Kreislauf. Besonders praktisch sind Reise-Kaugummis mit Pfefferminze — schon die Kaubewegungen regen die Verdauungssäfte an, helfen gegen Druck auf den Ohren und lenken von Schwindel ab.
Akupressur: Der Druckpunkt am Handgelenk
Spezielle Akupressur-Armbänder üben Druck auf den Punkt P6 am Handgelenk aus — ein in der traditionellen chinesischen Medizin bekannter Punkt gegen Übelkeit. Du musst dabei nichts einnehmen, und die Bänder lassen sich diskret tragen. Setze sie auf beiden Handgelenken gleichzeitig auf und beginne bereits vor dem Einsteigen.
Homöopathie gegen Reisekrankheit
In der Homöopathie gibt es mehrere bewährte Mittel: Cocculus hilft bei Schwäche und Erschöpfung nach der Fahrt. Petroleum passt, wenn Gerüche wie Benzin oder Abgase die Übelkeit verschlimmern. Tabacum ist das Mittel der Wahl bei Blässe und kaltem Schweiß auf der Stirn — ein klassisches Bild der Reisekrankheit im Auto oder auf dem Schiff.
Praktische Tipps für die Reise
Unabhängig vom Mittel deiner Wahl helfen diese Grundregeln: Iss vor der Abfahrt nur leicht und snacke unterwegs lieber Haferkekse oder Gemüsesticks. Richte den Blick nach vorn und fixiere einen Punkt am Horizont. Frische Luft während der Fahrt kann Wunder wirken — und plane genügend Pausen ein. Ein voller Magen macht Reiseübelkeit zuverlässig schlimmer, also lieber klein anfangen und erst nach der Fahrt richtig essen.
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