Jedes Jahr dasselbe: Mit dem ersten warmen Abend kommen die Mücken – und mit ihnen die gut gemeinten Ratschläge. Licht ausmachen! Knoblauch essen! Süßes Blut, das ist dein Problem. Doch was davon stimmt eigentlich? Wir haben die 7 kuriosesten Mücken-Mythen gecheckt.
Mythos 1: Licht lockt Mücken an
Das glaubt fast jede*r – und trotzdem ist es falsch. Nicht Licht, sondern Kohlendioxid ist der echte Lockstoff. Das CO₂ aus deinem Atem können Mücken aus bis zu 50 Metern Entfernung wahrnehmen. Was wirklich hilft? Fenster schließen oder ein Fliegengitter.
Mythos 2: Süßes Blut macht dich zur Lieblingszielscheibe
Es gibt keinen Lebenssaft mit lieblichem Aroma. Was Mücken anzieht: dein individueller Körpergeruch, der genetisch mitbestimmt ist – und Schweifu. Wer abends vor dem Schlafengehen duscht, hat einen kleinen Vorteil. Und Menschen mit Blutgruppe 0 werden laut japanischen Studien etwas häufiger gestochen.
Mythos 3: Knoblauch hält Mücken fern
Studien haben das widerlegt. Was wirklich hilft: Repellents mit DEET oder Icaridin aus der Apotheke. Sie bilden einen Duftfilm, der Mücken regelrecht abprallen lässt. Pflanzliche Alternative: ätherische Öle aus dem Zitroneneukalyptus.
Mythos 4: Dunkle Kleidung ist egal
Ist sie leider nicht. Mücken erkennen Dunkles besser. Wer abends im Garten sitzt, ist in hellem, langarmärmeligem Outfit im Vorteil.
Mythos 5: Spucke hilft nach dem Stich
Als Sofortmaßnahme gar nicht so verkehrt: Speichel hat eine leicht desinfizierende Wirkung. Noch besser funktionieren Stichheiler aus der Apotheke, die die Einstichstelle kurz auf 45 Grad erhitzen.
Mythos 6: Mücken sind alle gleich
Weltweit gibt es rund 3.500 Mückenarten. Neu bei uns: Asiatische Tiger- und Buschmücke. Sie können Dengue- oder West-Nil-Fieber übertragen – aber nur, wenn sie vorher einen Erkrankten gestochen haben. Unbekannte Stecher fotografieren und bei mueckenatlas.com melden.
Mythos 7: Alle Mücken stechen
Nur Weibchen stechen – weil sie Proteine fürs Eierle gen brauchen. Männchen ernähren sich von Pflanzennektar. Erkennst du die Mückendamen am langen Stechrüssel und am tieferen Summton.
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