Honig ist seit Jahrtausenden ein Hausmittel – und die Wissenschaft gibt dem Volksglauben in erstaunlich vielen Punkten recht. Was steckt wirklich drin in diesem flüssigen Gold?
Zusammensetzung: Mehr als nur Zucker
Honig besteht zu rund 80 Prozent aus Zucker, vor allem Fructose und Glucose. Aber er enthält auch Enzyme, Antioxidantien, Mineralstoffe und organische Säuren. Sein niedriger pH-Wert und sein geringer Wassergehalt hemmen Bakterienwachstum – das macht ihn natürlich haltbar und antibakteriell.
Bei Husten: Belegt und empfehlenswert
Für Kinder ab einem Jahr ist Honig als Hausmittel gegen akuten Husten wissenschaftlich belegt. Eine halbe bis eine Teelöffel vor dem Schlafengehen kann die Hustenhäufigkeit und den Schlaf deutlich verbessern – vergleichbar mit manchen rezeptfreien Hustenmitteln. Für Babys unter einem Jahr ist Honig tabu: Sporenbildende Bakterien können Botulismus auslösen.
Manuka-Honig: Das Wundmittel aus Neuseeland
Manuka-Honig aus Neuseeland enthält besonders hohe Mengen Methylglyoxal – eine Verbindung mit starker antibakterieller Wirkung. Medizinischer Manuka-Honig wird zur Behandlung chronischer Wunden und als Wundauflage eingesetzt, auch gegen multiresistente Keime. Für den Alltagsgebrauch reicht ein guter Rohhonig – für medizinische Anwendungen empfiehlt sich die Apothekenqualität.
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