Wechseljahre bringen für viele Frauen eine Zeit der Veränderung – und des Suchens. Wer nicht auf synthetische Hormone zurückgreifen möchte, findet in der Welt der Heilpflanzen eine überraschend breite Auswahl an bewährten Begleitern. Fünf davon stechen besonders heraus.
Traubensilberkerze – die Bewährte
Die Traubensilberkerze (Cimicifuga racemosa) ist das vielleicht bekannteste pflanzliche Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden. Ihre Wirkstoffe regulieren nachweislich die Körpertemperatur und dämpfen innere Unruhe. Cimicifuga-Präparate haben sogar Einzug in medizinische Leitlinien gefunden. In Kombination mit Johanniskraut-Extrakten können sie zusätzlich die Stimmung heben.
Mönchspfeffer – für den frühen Übergang
Wenn die ersten Anzeichen der Perimenopause beginnen – unregelmäßige Periode, Brustziehen, Stimmungsschwankungen – hat sich Mönchspfeffer (Vitex agnus-castus) bewährt. Seine Inhaltsstoffe haben laut klinischen Studien einen dopaminergen Effekt, der aus hormonellen Stimmungstiefs heraushelfen kann.
Rotklee – für Hitzewellen und mehr
Rotklee (Trifolium pratense) enthält Isoflavone – Phytoöstrogene, die ausgleichend auf den weiblichen Hormonhaushalt wirken. Sie können die Intensität von Hitzewellen lindern und werden auch bei Scheidentrockenheit eingesetzt.
Salbei – gegen die fliehende Hitze
Rund 75 Prozent aller Frauen erleben Hitzewellen in den Wechseljahren. Salbei ist ein zuverlässiges Mittel dagegen: Seine ätherischen Öle hemmen die Nervenenden der Schweißdrüsen. Der herb-frische Salbeiduft sorgt zudem für einen klaren Kopf.
Frauenmantel – die stille Begleiterin
Frauenmantel (Alchemilla) ist seit Jahrhunderten aus der Frauenheilkunde bekannt. Die enthaltenen Gerbstoffe können bei PMS-bedingten Verdauungsbeschwerden helfen. Frauenmantel hat zudem den sogenannten Lotuseffekt – Wasser perlt von seinen Blättern ab, was auf schweißhemmende Wirkung hindeutet.
Wichtig: Immer Rücksprache halten
Alle hier genannten Heilpflanzen-Präparate solltest du vor der Einnahme mit deiner Ärztin oder deinem Arzt besprechen – besonders bei bestehenden Vorerkrankungen.
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