Functional Drinks versprechen viel: straffe Haut dank Kollagen, mehr Muskeln dank Protein, bessere Verdauung dank Probiotika. Klingt überzeugend – aber wie viel ist wirklich dran?
Was sind Functional Drinks?
Functional Drinks sind Getränke, denen spezifische Inhaltsstoffe zugesetzt wurden – Vitamine, Proteine, Kollagen, Probiotika oder Pflanzenstoffe. Ziel: ein gesundheitlicher Zusatznutzen. Das Sortiment wächst rasant, von Kollagen-Shots bis zu Adaptogen-Drinks gegen Stress.
Das Problem mit den Versprechen
Viele Functional Drinks arbeiten mit Health Claims wie „unterstützt die Darmflora„. Diese Formulierungen sind oft rechtlich zulässig, inhaltlich aber wenig aussagekräftig. Entscheidend ist die Dosierung: Ist ein Wirkstoff in zu geringer Menge enthalten, entfaltet er keine nachweisbare Wirkung – und das ist bei vielen Produkten der Fall.
Kollagen: Mehr Hype als Wirkung?
Kollagen wird bei der Verdauung in Aminosäuren zerlegt. Ob diese dann gezielt in der Haut ankommen, ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Aminosäuren kann der Körper auch aus normalen Proteinquellen gewinnen – deutlich günstiger.
Wann Functional Drinks sinnvoll sein können
Ausnahmen gibt es: Sportler*innen mit gezieltem Proteinbedarf, Menschen mit eingeschränkter Nährstoffaufnahme. Als Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung sind manche Produkte vertretbar – als Allheilmittel oder ohne klares Ziel sind sie meist schlicht teures Wasser.
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