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Fühlst du dich grundlos müde?

Du hast dich bewusst für eine vegane Ernährung entschieden – vielleicht aus ethischen, gesundheitlichen oder ökologischen Gründen. Du achtest auf Zutatenlisten, kombinierst Lebensmittel klug und möchtest deinem Körper rundum etwas Gutes tun. Doch immer wieder taucht eine Frage auf: Reicht deine Versorgung mit Jod eigentlich aus?

Ich lebe vegan – brauche ich mehr Jod?

Diese Frage wird erstaunlich oft gestellt. Und sie ist absolut berechtigt. Eine vegane Ernährung bringt viele Vorteile mit sich. Gleichzeitig gibt es einige Nährstoffe, die besondere Aufmerksamkeit verdienen. Jod gehört eindeutig dazu.

Jod ist ein Spurenelement, das dein Körper braucht, um Schilddrüsenhormone zu bilden. Diese Hormone sind an vielen Abläufen beteiligt: Sie beeinflussen deinen Energiestoffwechsel, deine Körpertemperatur, das Wachstum von Geweben und auch deine geistige Leistungsfähigkeit. Wenn deinem Körper dauerhaft zu wenig Jod zur Verfügung steht, kann die Schilddrüse ihre Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen.

Warum gerade bei veganer Ernährung genauer hinschauen?

Menschen, die sich vegan ernähren, zählen zu den Gruppen mit einem erhöhten Risiko für eine Jodunterversorgung. Das bedeutet nicht automatisch, dass du betroffen bist – aber es lohnt sich, aufmerksam zu bleiben.

Das Schwierige an einem Jodmangel ist, dass er sich oft schleichend entwickelt. Vielleicht fühlst du dich häufiger müde oder antriebslos. Vielleicht frierst du schneller als andere oder merkst, dass deine Konzentration nachlässt. Diese Anzeichen sind unspezifisch und werden im Alltag leicht übersehen. Bleibt die Versorgung langfristig zu niedrig, kann sich die Schilddrüse vergrößern – es entsteht ein sogenannter Kropf. In ausgeprägten Fällen können auch Funktionsstörungen der Schilddrüse auftreten.

Reicht jodiertes Salz aus?

Viele Veganer setzen auf jodiertes Speisesalz und gehen davon aus, damit gut versorgt zu sein. Das klingt im ersten Moment logisch. In der Praxis zeigt sich jedoch, dass das allein häufig nicht genügt.

Beim Kochen – zum Beispiel wenn du Gemüse garst – kann ein Teil des enthaltenen Jods ins Kochwasser übergehen und damit verloren gehen. Gleichzeitig sind die Böden in Mitteleuropa vergleichsweise jodarm. Pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse, Getreide oder Hülsenfrüchte liefern deshalb meist nur geringe Mengen dieses Spurenelements. Selbst bei einer abwechslungsreichen, pflanzenbasierten Ernährung kann die Zufuhr also knapp werden.

Nicht nur für Veganer ein Thema

Jod ist übrigens nicht ausschließlich bei veganer Ernährung relevant. Auch Schwangere und Stillende haben einen erhöhten Bedarf, da sie das Spurenelement für die Entwicklung ihres Kindes benötigen. Ebenso kann eine bewusst salzarme Ernährung dazu führen, dass weniger Jod aufgenommen wird.

Um die Versorgung gezielt zu steuern, gibt es die Möglichkeit, Jod in genau definierten Mengen zuzuführen. So lässt sich der Bedarf zuverlässig decken und besser kontrollieren.

Bild: Isolde Meyer, Apothekerin und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Naturheilkunde & Gesundheit

Jetzt bist du dran! Wenn du dich vegan ernährst oder darüber nachdenkst, wie gut du mit wichtigen Nährstoffen versorgt bist, lohnt sich ein bewusster Blick auf das Thema Jod. Teile deine Erfahrungen und Gedanken rund um vegane Ernährung und Nährstoffversorgung auf Social Media unter #Best2yuCommunity und tausche dich mit anderen darüber aus.

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