Ein Bienenstich tut weh – aber er kann auch heilen. Das jedenfalls behauptet die Apitherapie, und die moderne Forschung beginnt, ihr recht zu geben.
Was ist Apitherapie?
Apitherapie ist die medizinische Nutzung von Bienenprodukten – darunter Honig, Propolis, Pollen, Gelee Royale und Bienenwachs. Im engeren Sinne bezeichnet Apitherapie die therapeutische Anwendung von Apitoxin (Bienengift), entweder durch direkte Bienenstiche unter Aufsicht oder durch standardisierte Injektionspräparate.
Das Wirkprinzip: Melittin
Das Hauptwirkpeptid des Bienengifts ist Melittin – es macht den größten Anteil des Trockengiftgewichts aus. Melittin wirkt membranaktiv, entzündungshemmend und immunmodulierend. Es kann in hohen Dosen zytotoxisch sein (was seinen Einsatz in der Krebsforschung begründet), in niedrigen Dosen jedoch antiinflammatorisch.
Aktuelle Forschung: Krebstherapie
Australische Forscher haben gezeigt, dass Melittin in Kombination mit konventionellen Chemotherapeutika die Effizienz der Behandlung deutlich steigern kann – bei gleichzeitiger Reduktion von Nebenwirkungen. Studien zu Brustkrebs, Lungenkrebs und Hautkrebs laufen. Die Forschung ist jung, aber vielversprechend.
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